SP-Klubvorsitzende Jahn: Kooperation statt Blockade für ein fortschrittliches Bildungssystem!
Gymnasien nicht gegen Neue Mittelschulen ausspielen, sondern zu Neuen Mittelschulen ausbauen!
Mit Unverständnis reagiert die Bildungssprecherin der SPÖ Oberösterreich, Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn, auf die offensichtlich parteipolitisch motivierten Angriffe aus Teilen der AHS-Gewerkschaft auf Bildungsministerin Claudia Schmied. „Gerade die Gymnasien können doch auch die zusätzlichen Ressourcen für die Neuen Mittelschulen nützen. Sie sollten diesen Weg zum Ausbau einschlagen, denn durch diesen können sie noch attraktiver werden und zur positiven Weiterentwicklung unseres Bildungssystems beitragen“ unterstützt Jahn die Linie der Bildungsministerin in der Auseinandersetzung um die Weiterentwicklung des österreichischen Bildungswesens durch den Ausbau der Neuen Mittelschule bei gleichbleibenden Ressourcen für Gymnasien, die nicht kooperieren wollen.
Wirtschaftsvertreter, die Industriellenvereinigung und zahlreiche Expertinnen und Experten sind sich einig, dass die gemeinsame Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen kommen muss, weil die frühe Schulentscheidung mit Zehn die unterschiedlichen Entwicklungen der Kinder in diesem Alter nicht berücksichtigt. Nur die Ideologen der ÖVP blockieren nach wie vor diesen wichtigen Schritt und fahren eine unakzeptable Kampagne gegen die Bildungsministerin, für die sich nun scheinbar auch Teile der AHS-Gewerkschaft einspannen haben lassen. „Tatsächlich können wir es uns im Interesse unserer Kinder, aber auch im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung schon lange nicht mehr leisten, auf eine adäquate Förderung der vielseitigen Talente aller unserer Kinder zu verzichten!“ so Jahn. „Mit der neuen Mittelschule ist eine erste Etappe zu einer gemeinsamen Schule erreicht, die diesen Anforderungen an ein zukunftsweisendes Bildungswesen gerecht wird!“ Beim Auf- und Ausbau dieses Bildungswesens setzt die Bildungsministerin bewusst auf Kooperation statt auf Konflikt: Gymnasien, die sich beteiligen, bekommen aus den begrenzten Ressourcen des Unterrichtsministeriums zum Beispiel die entsprechende Stundenaufstockung, damit in den Hauptfächern großteils zwei LehrerInnen in der Klasse sein können. Ein Fortschritt, der den Kindern zugutekommt und der auch für die Gymnasien attraktiv sein sollte.
„Darum geht es jetzt nicht darum, ob die Unterrichtsministerin die ihr zur Verfügung stehenden Mittel mehr zu Gunsten des einen oder des anderen Schultyps einsetzt, sondern wie durch Kooperation beide Schultypen mehr aus den vorhandenen Ressourcen machen und allen Kindern bessere Zukunftschancen eröffnen können!“ so Jahn. Zusätzlich werden eine gemeinsame LehrerInnenausbildung und ein entsprechendes LehrerInnendienstrecht eine wichtige Grundlage für die gemeinsame Schule bilden. „Daher appelliere ich an die ÖVP und die von ihr fehlgeleiteten Teile der AHS-Gewerkschaft, diese zutiefst notwendige Weiterentwicklung unseres Bildungssystems nicht weiter zu blockieren, sondern im Interesse der Kinder die Kooperation zu suchen!“ so die Vorsitzende des Landtagsklubs der SPÖ Oberösterreich, Mag.a Gertraud Jahn, abschließend.