„Brauchen mehr Sensibilität im Umgang mit Bedürfnissen geflüchteter Frauen und Kinder“
„Ein sensibler Umgang mit den Bedürfnissen geflüchteter Frauen und Kinder ist dringend nötig! Zudem dürfen wir jene nicht vergessen, die sich tagtäglich für Frauen und Kinder auf der Flucht stark machen. Jene NGOs und Privatpersonen, die sich um deren Bedürfnisse kümmern, gehören dringend gestärkt“, fordert SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Sabine Promberger. Heute findet zum fünften Mal der „Lange Tag der Flucht“ statt – ein Tag im Zeichen von Flucht und Asyl.
„Medizinische Versorgung sowie der Schutz von Frauen und Kindern vor Übergriffen und Gewalt sind nicht nur in den Herkunftsregionen alles andere als ausreichend, sondern auch auf den europäischen Fluchtrouten. Die Bestrebungen, das zu verbessern und entsprechende Strukturen zu schaffen, damit diese Frauen und Kinder zur Ruhe kommen können, darf uns nicht nur am 30. September ein Anliegen sein, betont Landesfrauenvorsitzende Promberger. „Jene, die den beschwerlichen und lebensgefährlichen Weg auf sich genommen haben und in Österreich angekommen sind, müssen eine zielgerichtete und auf ihre Anliegen abgestimmte Betreuung erfahren. Etwa der Einsatz ausschließlich weiblicher Dolmetscherinnen im Asylverfahren.“
Diese Stärkung ist den SPÖ Frauen OÖ ein besonderes Anliegen. Mit dem Projekt „Nachbarinnen“ und der Initiative „Mirabal“ zeichneten die SPÖ Frauen OÖ dieses Jahr im Rahmen des Neujahrsempfangs zwei Projekte mit einem Anerkennungspreis aus, um deren Engagement und den Einsatz für ein solidarisches Miteinander vor den Vorhang zu holen.
Die Flucht aus Krisengebieten, vor Krieg, Verfolgung und Zerstörung erfolgt per se unter meist schwierigsten Bedingungen. Für Frauen und Kinder ist die Situation auf der Flucht zusätzlich verschärft. Zur Schutzlosigkeit, der sie ausgesetzt sind, wenn sie ohne Partner oder männliche Familienmitglieder unterwegs sind, kommen Ausbeutung und sexualisierte Gewalt durch Schlepper, Mitreisende oder Sicherheitspersonal.
Entgegen gängiger Meinungen stieg der Anteil der Frauen und Kinder vor allem in den letzten Monaten stark an. An der griechisch-mazedonischen Grenze waren im Frühjahr dieses Jahres rund 60% Prozent Frauen und Kinder. Vor allem in Transitlagern ist die Situation für diese Gruppen besonders prekär.