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Kampagne startet am 1. Mai – Birgit Gerstorfer: „Bin Lobbyistin für würdige Arbeit“

26. April 2017

Kampagne startet am 1. Mai – Birgit Gerstorfer: „Bin Lobbyistin für würdige Arbeit“

Am 1. Mai startet die SPÖ Oberösterreich eine breit angelegte Mitmach-Kampagne, die ein Thema als Schwerpunkt hat: Arbeit. Arbeit in all ihren Facetten. „Wir wollen mit möglichst vielen Menschen in unserem Bundesland ins Gespräch kommen und wieder als DIE Partei der Arbeit wahrgenommen werden“, sagt SP-Landeschefin Birgit Gerstorfer. Die Kampagne erstreckt sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Monaten und endet am Samstag, 15. Juli, mit einem großen Familienfest in Altmünster.

Von den zahlreichen Höhepunkten sei nur ein Beispiel erwähnt: Am Montag, 19. Juni, kommt Christian Kern  nach Oberösterreich, um die Landespartei in Sachen Kampagne zu unterstützen. Der genaue Tagesablauf wird rechtzeitig bekanntgegeben. Jene SPÖ-Ortsorganisation, die bis dahin die originellste Kampagnen-Aktion durchgeführt hat, wird dabei den Bundeskanzler zu einem Meet & Greet treffen. Geplant sind auch Events mit den SP-BürgermeisterInnen und der Gewerkschaft. Weiters steht eine zweitägige Reise nach Brüssel am 3./4. Mai auf dem Programm, bei der sich Birgit Gerstorfer für die „Zivilisierung der Märkte“ und den Industriestandort Oberösterreich einsetzen wird.

Ab Montag, 8. Mai, werden zudem 830 16-Bogen-Plakate, 500 8-Bogen-Plakate und 200 Citylights auf die Kampagne aufmerksam machen. „Wir wollten bei den Sujets weg von den typischen Parteiplakaten und haben uns für einen frechen, neuen, teilweise schrägen Stil entschieden. Gemeinsam mit der Agentur Wagner/Steinperl (frischerwind.at), die bereits für die Gestaltung des Plans A von Bundeskanzler Christian Kern verantwortlich war, haben wir alles umgesetzt“, so Landesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer.

„Ich bin sicher, dass wir die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher davon überzeugen können, dass wir für sie da sind. Wenn es darum geht, Arbeit gerecht zu entlohnen. Wenn es darum geht, neben der Arbeit Zeit für Familie und Freizeit zu schaffen. Wenn es darum geht, dafür zu sorgen, dass Arbeit nicht krank macht“, sagt Gerstorfer, die in ihrer Funktion als Landesparteivorsitzende auch Lobbyistin für würdige Arbeit ist.

Gleichzeitig mit der Kampagne der SPÖ Oberösterreich startet am 1. Mai nun auch offiziell die Aktion „Gastmitgliedschaft“ der Bundespartei. „Mit unserer Offensive zum Thema Arbeit werden wir natürlich auch intensiv versuchen, Menschen für unsere Bewegung gewinnen zu können. Ich halte die Idee der Gastmitgliedschaft für absolut unterstützenswert“, sagt Stadlbauer.

Würdige Arbeit heißt gesunde Arbeit

In der Arbeitswelt sind in den vergangenen Jahren Dinge eingerissen, die die Menschen ungesünder, unzufriedener und sogar ärmer gemacht haben. Und das immer vernebelt mit so „hübschen“ Begriffen wie Flexibilisierung, Liberalisierung, Wettbewerbsfähigkeit oder Arbeitsplatzsicherheit. Überstundenpauschalen, permanente Erreichbarkeit und Leistungsdruck sind eben nicht gerade die Zutaten für eine zufriedenere Gesellschaft. „Höchste Zeit, endlich Lobbying für jene zu betreiben, die wieder zu echten GewinnerInnen werden müssen: Und das sind letztendlich alle OberösterreicherInnen“, so Gerstorfer.

Das ist uns wichtig:

  1. Würdige Arbeit darf nicht krank machen
  2. Arbeit muss bewältigbar sein
  3. Mehr Gesundheitsprogramme für Beschäftigte
  4. Faire Führungskräfte für faires Arbeitsleben
  5. Zwölf-Stunden-Arbeitstag nur mit geblockter Freizeit ermöglichen
  6. Abbau regelmäßig geleisteter Überstunden
  7. All-in-Verträge und Überstundenpauschalen an das Gehalt anpassen
  8. Grundsätzlicher Anspruch auf Nichterreichbarkeit
  9. Selbstbehalt für Selbstständige abschaffen
  10. Frühere Entgeltfortzahlung bei Erkrankung

 

9 von 10 Beschäftigten gehen krank zur Arbeit

Warum sind Sie krank zur Arbeit gegangen?

KollegInnen nicht im Stich lassen                           47,8%

Angst vor Jobverlust                                                  31,4%

KollegInnen schaffen Arbeit sonst nicht               29,7%

Termindruck                                                                 29,7%

ChefInnen verärgert                                                   28,0%

Keine Vertretung                                                         26,5%

 

Würdige Arbeit heißt Zeit für Freundschaften und Familie

Bildung für die Kinder, aber auch Freizeit und Spaß dürfen in einem reichen Land wie Oberösterreich kein Luxus sein. Was aber, wenn ein Elternteil (oder eine Alleinerziehende) gar nicht arbeiten gehen kann, weil es etwa an Möglichkeiten guter Kinderbetreuung fehlt? Gerstorfer: „Machen wir aus dem Teufelskreis eine runde Sache. Stärken wir die Menschen dadurch, dass sie wirklich selbst entscheiden können, wieviel sie arbeiten, verdienen oder ob sie zu Hause sein wollen. Das ist Freiheit.“

Deshalb heißt es so rasch wie möglich:

  1. Ausbau der Kinderbetreuung für 0- bis 6-Jährige
  2. Papamonat in Betrieben umsetzen
  3. Recht auf flexible Arbeitszeitwahl für Eltern kleiner Kinder
  4. Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr
  5. Ein zweites verpflichtendes Gratis-Kindergartenjahr
  6. Bundesweite Qualitätskriterien für Kinderbetreuungseinrichtungen

Unter sechsjährige Kinder mit einem Betreuungsplatz, der Vollzeitarbeit für die Eltern ermöglicht

Wien                                   97,30%

Steiermark                        42,70%

Salzburg                            37,20%

Tirol                                    33,10%

Kärnten                             32,60%

Niederösterreich             23,80%

Oberösterreich                 22,40%

Burgenland                      22,00%

Vorarlberg                        18,30%

 

Würdige Arbeit heißt gerechte Arbeit

Was dazwischen liegt, ist ein offensichtlich großes Potenzial des Ausgleichs und der Herstellung von Arbeitsbedingungen, die alle Beteiligten zufriedener machen. „Wir sind nicht naiv und noch dazu kompetent genug, um zu wissen, dass sich nicht alles 1 zu 1 umlegen lässt. Aber wir sind überzeugt, dass gerechte Arbeit nur mit gerechter Verteilung von Arbeitszeit, Lohn und Ausbildungschancen zu erreichen ist“, so Gerstorfer.

Konkret fordern wir daher:

  1. Von Arbeit muss man leben können – daher ein Mindestlohn von 1.500 Euro brutto
  2. Mehr Gehaltstransparenz
  3. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  4. Betriebliche Interessensvertretung stärken
  5. Weiterbildung auch während der Arbeitszeit
  6. Recht auf Bildungskarenz
  7. Selbstständige Frauen durch bessere Vereinbarkeit und Beratung fördern
  8. Zweite Ausbildungschance für alle – 30.000 zusätzliche Ausbildungsplätze
  9. Lehrlinge müssen uns genauso viel wert sein wie MaturantInnen (Mehrinvestitionen in Lehrausbildung, Kostenübernahme Vorbereitungskurse Lehrabschlussprüfungen, Sprachmonat für Lehrlinge).
  10. Gebührenfreie Meisterprüfung
  11. Ausweitung der Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre – 10.000 zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Menschen
  12. Ausbau des öffentlichen Verkehrs, damit nicht zu viel Freizeit auf der Straße bleibt

Von "Arbeit" zu "Wohnen"

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