„Wir brauchen jetzt einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz!“
Oberösterreich nach wie vor Schlusslicht bei Betreuung von Unter-Dreijährigen
Die aktuelle Studie der Statistik Austria zeigt ein altbekanntes Bild. Oberösterreich belegt in Sachen Kinderbetreuung bei den Unter-Dreijährigen den vorletzten Platz. „Dass Oberösterreich mit nur 14,5 % Kinderbetreuungsquote bei den Unter-Dreijährigen weit hinter dem österreichischen Durchschnitt von 23,8 % liegt, ist nach wie vor ein erschreckender Zustand“, so LAbg. Sabine Promberger, Vorsitzende der SPÖ Frauen OÖ. Sie sieht darin den klaren Auftrag an die zuständige Landesrätin Haberlander, sämtliche Vorbereitungen für eine rasche Umsetzung eines Rechtsanspruches auf einen kostenfreien Kinderbetreuungsplatz zu treffen.
Dass bei der schwarz-blauen Landesregierung keine dringliche Notwendigkeit für einen zügigen Ausbau an Betreuungsangeboten, die den VIF-Kriterien entsprechen, zu sehen ist, verärgert die SPÖ-Frauenvorsitzende. „Es ist eine Tatsache, dass es in 10 von 15 oberösterreichischen Bezirken keine Krabbelstubenangebote gibt, die den VIF Kriterien entsprechen“, so Promberger.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für Promberger ein zentrales Thema, wenn es um die Chancengleichheit von Frauen und Männern geht: „Das eingeschränkte Angebot an qualitativen Kinderbetreuungsangeboten verhindert die Wahlfreiheit und Selbstbestimmung, was meist zur ‚klassischen Arbeits- und Rollenverteilung‘ führt. Die logischen Folgen davon sind, dass Frauen in Teilzeitarbeitsplätzen Einkommensnachteile, geringe Karrierechancen und Gefahr der Altersarmut ausgesetzt sind“, argumentiert Promberger.
Die SPÖ Oberösterreich bietet zudem auf www.spooe.at/kinderbetreuung in einer Umfrage Eltern die Möglichkeit, sich über ihre Bedürfnisse in der Kinderbetreuung vor Ort einzubringen.