„Tausende Familien sind nun vor einer Enteignung im Pflegefall sicher“
Am Donneratag, 29. Juni, wurde im Nationalrat die Abschaffung des Pflege-Regresses beschlossen. Das ist ein großer Schritt hin zu einem solidarischen und gerechten Umgang mit der Pflege. Aufgrund der alternden Bevölkerungsstruktur ist die Pflege eines der größten gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte.
„Mit der Einigung sind tausende oberösterreichische Familien vor dieser ungerechten Enteignung im Pflegefall sicher. Das ist ein guter Tag für alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher“, freut sich die Landesparteivorsitzende der SPÖ Oberösterreich, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.
Trotz der vereinbarten Kompensationszahlungen des Bundes für den Entfall der Regress-Einnahmen müssen die Verhandlungen zur Zukunft der Pflegefinanzierung weitergeführt werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl pflegebedürftiger Oberösterreicher/innen bis zum Jahr 2040 von derzeit rund 80.000 auf 125.000 Personen erhöhen wird.
Die Bewältigung dieser Herausforderungen macht solidarische und gemeinschaftlich getragene Finanzierungsmodelle notwendig. „Die Sozialdemokratie hat ihr Modell einer für die Pflege zweckgewidmeten Besteuerung auf Erbschaften über einer Million Euro auf den Tisch gelegt. Ich erwarte auch von den anderen Parteien konkrete Aussagen zu ihren Konzepten. Die Österreicherinnen und Österreicher sollten am 15. Oktober über die besten Vorschläge urteilen können“, betont Gerstorfer.