Oberösterreich droht Energie-Engpass: SPÖ fordert Verdoppelung der heimischen Stromproduktion
Stromnetze allein reichen nicht: Produktion muss steigen
SPÖ-Landesparteivorsitzende Martin Winkler warnt eindringlich vor einer drohenden Versorgungskrise in Oberösterreich. Die aktuelle Stromproduktion deckt den Bedarf schon heute nicht mehr ab, weshalb Österreich gezwungen ist, große Mengen Strom zu importieren – vor allem in den Wintermonaten. Winkler kritisiert die schwarz-blaue Landesregierung und insbesondere Energielandesrat Markus Achleitner: Der Fokus auf Netzausbau sei zwar wichtig, greife aber zu kurz. „Netze verteilen Energie, sie erzeugen keine. Ein Netz ohne genügend heimischen Strom ist wie eine Wasserleitung ohne Wasser“, so Winkler.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Österreich produziert derzeit etwa 70 Terawattstunden Strom, benötigt aber künftig doppelt so viel. Von Herbst bis Frühjahr müssen bis zu 50 Prozent des Strombedarfs durch Importe oder Gaskraftwerke gedeckt werden. Das macht das Land abhängig und sorgt für steigende Preise.
Erneuerbare Energien als Schlüssel für Unabhängigkeit und Wohlstand
Winkler fordert einen konsequenten Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen. Hybrid-Kraftwerke aus Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeichern sollen eine stabile, ganzjährige Versorgung sichern. Auch große Pumpspeicherkraftwerke sind für die Versorgungssicherheit unerlässlich. „Wer leistbare Energie will, muss mehr heimischen Strom erzeugen. Nur so senken wir dauerhaft Preise und werden unabhängig von politischen Krisen und Importen“, betont Winkler.
Die Technologien sind vorhanden, was fehlt, sind schnellere Genehmigungen und der politische Wille. Ein massives Investitionsprogramm würde nicht nur die Energieversorgung sichern, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze für Elektrikerinnen, Elektriker, Ingenieurinnen, Ingenieure und viele weitere schaffen – sowohl beim Bau als auch beim Betrieb der Kraftwerke. Winkler appelliert an die Landesregierung, endlich auf Expertinnen und Experten zu hören und Projekte nicht weiter zu verzögern. Denn ohne raschen Ausbau der Erzeugung und leistungsfähiger Speicher bleibt das System instabil und der Wohlstand in Oberösterreich gefährdet.