SPÖ Oberösterreich warnt vor Vertrauensverlust durch Wöginger-Kandidatur
Kritik an politischer Selbstbedienungsmentalität
Die SPÖ Oberösterreich und ihre Landesgeschäftsführerin Nicole Trudenberger üben deutliche Kritik an der geplanten erneuten Kandidatur von August Wöginger als Obmann des ÖAAB. Nach einer nicht rechtskräftigen Verurteilung wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch ist Wöginger zwar als ÖVP-Klubobmann zurückgetreten, hält aber weiterhin an politischen Funktionen fest. Trudenberger sieht darin ein Zeichen von Realitätsverlust und eine Missachtung der Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an Anstand, Verantwortung und Konsequenz in der Politik.
Die SPÖ Oberösterreich betont, dass gerade der ÖAAB als Arbeitnehmerbund der ÖVP eine besondere Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern trägt. Die erneute Kandidatur eines nicht rechtskräftig verurteilten Spitzenfunktionärs sei ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die sich von der Politik Integrität und Verlässlichkeit erwarten.
Politik muss wieder bei den Menschen ankommen
Trudenberger hebt hervor, dass die Menschen in Oberösterreich mit hohen Preisen, teurem Wohnen, unsicheren Jobs und dem täglichen Druck des Lebens kämpfen. Statt sich diesen Herausforderungen zu stellen, beschäftige sich die ÖVP erneut mit internen Posten und Personalfragen. Das sei der falsche Zugang in einer Zeit, in der Politik wieder näher an den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sein müsse.
Mit Blick auf die Landtagswahl 2027 warnt die SPÖ Oberösterreich die ÖVP davor, mit der Kandidatur von Wöginger ein unglaubwürdiges Signal zu senden. Trudenberger fordert eine Politik für Leistung, Respekt und Sicherheit und spricht sich klar gegen Postenpolitik aus. Die Menschen hätten ein feines Gespür dafür, ob jemand Verantwortung übernimmt oder nur an Funktionen festhält.
Fotocredit: MecGreenie
Bildinfo: Nicole Trudenberger