Fachkräftemangel lösen: Winkler fordert mehr Ausbildung und Investitionen für Oberösterreich
Qualifizierung statt Ausschluss – Unternehmen und Politik in der Pflicht
Landesrat und SPÖ-Oberösterreich-Vorsitzender Martin Winkler fordert, die bestehenden Qualifizierungsprogramme gezielt auf ältere Arbeitsuchende, Langzeitbeschäftigungslose und Menschen ohne Berufsabschluss auszurichten. Die aktuellen Zahlen zeigen: Neun von zehn Unternehmen finden nur schwer geeignetes Personal, während fast 36.000 Menschen in Oberösterreich arbeitslos gemeldet sind. Besonders betroffen sind ältere Arbeitsuchende und Personen mit maximal Pflichtschulabschluss.
Winkler betont, dass Unternehmen ihre Einstellungspraxis überdenken müssen. „Wer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sucht, darf nicht nur auf fertig ausgebildete Idealbewerberinnen und Idealbewerber warten“, so Winkler. Ältere Arbeitsuchende, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie Menschen ohne Lehrabschluss würden zu oft aussortiert, obwohl sie wertvolle Berufserfahrung und praktische Fähigkeiten mitbringen. Fehlende Kenntnisse sollten durch Einschulung und arbeitsplatznahe Weiterbildung vermittelt werden. Qualifizierungsprogramme wie upperWORK und die Arbeitsplatznahe Qualifizierung AQUA müssten verbindlicher werden und stärker mit Einstellungszusagen verknüpft sein. Unternehmen sollen sich durch fundierte Einschulung, bezahlte Ausbildungszeit und einen angemessenen Beitrag zu den Qualifizierungskosten beteiligen.
Investitionen schaffen Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven
Neben den Unternehmen sieht Winkler auch die Landespolitik in der Verantwortung. Er fordert ein Investitionspaket für Energie, Wohnbau und Gemeinden, das mehr als 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen könnte. Der Ausbau von Hybrid- und Pumpspeicherkraftwerken würde rund 14.000 Jobs bringen, 500 zusätzliche gemeinnützige Wohnungen pro Jahr weitere 3.850 Arbeitsplätze. Entlastungen für Gemeinden und zusätzliche kommunale Investitionen könnten nochmals mehr als 2.000 Jobs schaffen.
„Neue Kraftwerke schaffen Energie, Wertschöpfung und Beschäftigung. Mehr Wohnbau bringt leistbare Wohnungen und Aufträge für Bau und Handwerk. Finanzstarke Gemeinden investieren in Kinderbetreuung, Infrastruktur und Lebensqualität“, erklärt Winkler. Unternehmen und Politik müssten gemeinsam handeln, damit aus einem wirtschaftlichen Lichtblick ein echter Aufschwung wird und Oberösterreich wieder zur Job-Lokomotive Österreichs wird.