Neuer Windatlas: Oberösterreichs große Chance für Hybridkraftwerke bleibt ungenutzt
Windatlas zeigt überraschendes Potenzial für Windkraft
Der aktuelle Windatlas bringt eine überraschende Erkenntnis für Oberösterreich: Es gibt deutlich mehr geeignete Standorte für Windkraftanlagen als bisher angenommen – und das auch in Regionen, die von der derzeitigen Landesregierung aus ÖVP und FPÖ zu Ausschlusszonen erklärt wurden. Trotz dieser neuen Daten bleibt Oberösterreich mit nur 31 Großwindkraftanlagen im bundesweiten Vergleich weit zurück. Während Bundesländer wie das Burgenland und Niederösterreich massiv in erneuerbare Energien investieren, Arbeitsplätze schaffen und ihre Energieversorgung absichern, stagniert der Ausbau in Oberösterreich.
SPÖ-Landesparteivorsitzender und Landesrat Martin Winkler kritisiert die Blockadehaltung der Landesregierung scharf: „Der Windatlas nimmt der schwarz-blauen Verhinderungspolitik die letzte Ausrede. Das Potenzial ist da, die Konzepte sind da – nur der politische Wille fehlt.“ Winkler fordert ein Ende der politischen Blockaden und einen raschen Ausbau moderner Hybridkraftwerke.
Hybridkraftwerke als Schlüssel für eine sichere Energiezukunft
Windkraft allein reicht laut Winkler jedoch nicht aus, um die Energieversorgung nachhaltig zu sichern. Er fordert daher den Ausbau moderner Hybridkraftwerke, die Windkraft, Agri-Photovoltaik und Batteriespeicher intelligent miteinander verbinden. „Wind und Sonne ergänzen einander, Speicher übernehmen Spitzen und verlängern die Leistungszeit. So entsteht eine verlässlichere, planbarere und netzdienliche Stromproduktion. Genau dieses Gesamtsystem braucht unser Industrieland“, betont Winkler.
Die ideologisch motivierte Blockadehaltung der FPÖ sieht Winkler als Risiko für die Energiezukunft Oberösterreichs. Wer Windkraft aus politischen Gründen verhindere, setze auf fossile Energieimporte und gefährde damit die Versorgungssicherheit und den Wohlstand kommender Generationen. Auch Umweltanwalt Martin Donat wird von Winkler kritisiert, da dieser sich zu wenig für die Windkraft einsetze und stattdessen andere Schwerpunkte setze.
Winkler appelliert abschließend an die Landesregierung, die neuen Daten des Windatlas zu nutzen, die Beschleunigungszonen auszuweiten und endlich den Weg für Hybridkraftwerke freizumachen. „Wer jetzt nichts tut, setzt die Zukunft Oberösterreichs, seiner Industrie und unserer Kinder aufs Spiel“, warnt Winkler.