Donaubrücke Mauthausen: Verzögerungen kosten Millionen – Kritik an Stelzer und Steinkellner
Jahrelange Versäumnisse belasten Pendlerinnen und Pendler
Die neue Donaubrücke Mauthausen entwickelt sich immer mehr zum Symbol für politische Versäumnisse in Oberösterreich. Bereits 2010 wurde der Bau der Brücke von der damaligen Landesregierung versprochen, doch bis heute ist kein Baustart erfolgt. SPÖ-Landesparteivorsitzender Martin Winkler kritisiert, dass nicht Behörden oder Gerichte, sondern die schwarz-blaue Landesregierung für die jahrelangen Verzögerungen verantwortlich ist. Immer wieder wurden Zeitpläne angekündigt und nicht eingehalten. Die Einreichung der UVP-Unterlagen erfolgte erst 2022 – zwei Jahre später als geplant. Die Genehmigung kam 2024, das endgültige grüne Licht vom Bundesverwaltungsgericht erst 2026.
Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen den Preis
Die Folgen der verschleppten Umsetzung sind gravierend: Die Kosten für das Projekt sind von ursprünglich 60 Millionen Euro auf mittlerweile rund 230 Millionen Euro gestiegen – ein Plus von 170 Millionen Euro. Besonders problematisch wird die geplante dreimonatige Totalsperre der bestehenden Brücke im Jahr 2028, während die neue Brücke noch nicht fertiggestellt ist. Tausende Pendlerinnen und Pendler sowie zahlreiche Betriebe müssen dann mit erheblichen Umwegen und Einschränkungen rechnen. Winkler fordert ein belastbares Verkehrskonzept und einen verbindlichen Bauzeitplan, statt weiterer Schuldzuweisungen. Für ihn steht fest: Die Verantwortung für die Verzögerungen und Mehrkosten tragen Landeshauptmann Stelzer und Verkehrslandesrat Steinkellner.