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Brandgefahr in Ohlsdorf: SPÖ fordert mehr Sicherheit für Feuerwehrleute und kommende Generationen

14. Oktober 2026

Brandgefahr in Ohlsdorf: SPÖ fordert mehr Sicherheit für Feuerwehrleute und kommende Generationen

Erneuter Brand zeigt Risiken bei Reifenlagerung

Am Wochenende mussten rund 30 Feuerwehrleute in Ohlsdorf ausrücken, um einen schwer löschbaren Glimmbrand in einem Reifengranulatlager zu bekämpfen. Das Granulat wurde mit einem Radlader verteilt und unter Einsatz von Druckluftschaum gelöscht. Auch am Sonntagabend wurde die Feuerwehr erneut zu einem Recyclingunternehmen alarmiert. Mario Haas, Landtagsabgeordneter und Feuerwehrsprecher der SPÖ Oberösterreich, betont: „Unsere Feuerwehrleute riskieren ihre Gesundheit, um andere zu schützen. Was sie nicht brauchen, sind zusätzliche, vermeidbare Gefahrenquellen.“ Haas bedankt sich ausdrücklich bei den Einsatzkräften und kritisiert, dass Feuerwehren nicht zur Ausfallshaftung für politische Versäumnisse werden dürfen.

Altlasten als dauerhafte Gefahr für Umwelt und Einsatzkräfte

Obwohl der aktuelle Brand nicht die eigentliche Altreifendeponie betrifft, fordert Haas eine umfassende Sicherheitsüberprüfung. In Ohlsdorf lagern weiterhin 59.000 Tonnen Altreifen, obwohl seit 2011 ein Räumungsauftrag besteht. Die Anfragebeantwortung von Umweltlandesrat Stefan Kaineder bestätigt, dass auch bei der geplanten Sicherung ein Restrisiko bleibt und die Überwachungsmaßnahmen zeitlich nicht begrenzt sind. Haas stellt klar: „Wenn schon ein Brand in einem Granulatlager die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen über Stunden beschäftigt, muss man die Frage stellen, wie wir mit den Risiken von 59.000 Tonnen Altreifen umgehen. Niemand kann wollen, dass unsere freiwilligen Einsatzkräfte eines Tages vor einer Katastrophe stehen, die durch rechtzeitiges Handeln hätte verhindert werden können.“

Schutz für Kinder und Jugendliche statt Altlasten für Generationen

Besonders kritisch sieht Haas die Verantwortung gegenüber jungen Menschen. In der Feuerwehrjugend lernen Kinder und Jugendliche, Gefahren zu erkennen und Verantwortung zu übernehmen. Haas fordert von der Politik vorausschauendes Handeln und eine aktuelle Überprüfung der Brand- und Katastrophenschutzkonzepte für die Altlast und den betroffenen Recyclingbetrieb. Dabei sollen Brandfrüherkennung, Löschwasserversorgung und mögliche Auswirkungen auf Umwelt und Grundwasser umfassend geprüft werden. „Unsere Feuermänner und Feuerwehrfrauen sind da, wenn es brennt. Die Aufgabe der Politik ist es, dafür zu sorgen, dass es möglichst gar nicht erst so weit kommt. Verantwortungsvolle Politik beseitigt Gefahren, bevor es zur Katastrophe kommt – und vergräbt sie nicht für kommende Generationen“, so Haas abschließend.

Fotocredit: Sophie Qualtinger

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