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Reifenbrand in Ohlsdorf: Millionen investiert, doch 59.000 Tonnen Altreifen bleiben – Winkler fordert klare Verantwortung

16. Oktober 2026

Reifenbrand in Ohlsdorf: Millionen investiert, doch 59.000 Tonnen Altreifen bleiben – Winkler fordert klare Verantwortung

Brandgefahr und Umweltprobleme trotz Millionenförderung

Der erneute Brand im Reifengranulatlager in Ohlsdorf sorgt für große Besorgnis bei Landesrat Martin Winkler, dem SPÖ-Oberösterreich-Chef. Obwohl nicht die eigentliche Altreifendeponie betroffen war, zeigt der Vorfall, wie schwierig und gefährlich Brände bei Reifenmaterial sind. In Ohlsdorf sollen weiterhin rund 59.000 Tonnen Altreifen dauerhaft im Boden bleiben. Winkler kritisiert die schwarzblaue Regierungskoalition dafür, Probleme zuzuschütten statt anzupacken: „Oberösterreich braucht eine Politik, die Verantwortung übernimmt und Lösungen liefert.“

Wer übernimmt die Verantwortung für langfristige Kosten und Sicherheit?

Die parlamentarische Anfragebeantwortung bestätigt, dass für die bisherige Räumung bereits 7,3 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln eingesetzt wurden. Dennoch bleiben weitere 59.000 Tonnen Altreifen zurück. Die geplante Sicherung und zehn Jahre Überwachung sollen von der Betreiberfirma finanziert werden, doch das Monitoring ist zeitlich nicht begrenzt. Winkler fragt: „Wer bezahlt die Überwachung in 20 oder 30 Jahren? Und wer springt ein, wenn die Betreiberfirma nicht mehr zahlen kann?“ Private Gewinne dürfen nicht zu öffentlichen Folgekosten werden.

Politische Verantwortung und Schutz für kommende Generationen

Seit dem Räumungsbescheid von 2011 wurde keine konkrete Frist festgelegt und eine behördliche Vollstreckung nicht für notwendig erachtet. Winkler fordert Landeshauptmann Thomas Stelzer auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und die vollständige Räumung durchzusetzen. Drei Ressorts sind für Umwelt und Natur zuständig, doch niemand übernimmt die politische Verantwortung. Angesichts der aktuellen Brandereignisse fordert Winkler eine unabhängige Überprüfung der Sicherheitskonzepte, eine Bewertung der Risiken und eine verbindliche Klärung der langfristigen Finanzierung. „Unsere Kinder und Jugendlichen haben ein Recht auf sauberes Wasser und eine gesunde Umwelt. Wer 59.000 Tonnen Altreifen unter die Erde bringt, begräbt damit auch seine Glaubwürdigkeit als oberster Verantwortlicher dieses Landes“, so Winkler abschließend.

Fotocredit: Antje Wolm

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