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Windkraft statt Verbotszonen für Oberösterreich

21. Oktober 2026

Windkraft statt Verbotszonen für Oberösterreich

Oberösterreich steht energiepolitisch an einem entscheidenden Punkt. Hohe Energiepreise, der internationale Wettbewerb um Investitionen und die Sicherung von Arbeitsplätzen verlangen nach klaren Entscheidungen. SPÖ-OÖ-Chef Landesrat Martin Winkler fordert deshalb einen Kurswechsel: Geplante Windkraftverbotszonen sollen zurückgenommen und der Ausbau heimischer erneuerbarer Energie beschleunigt werden.

Auslöser sind die jüngsten Warnungen von voestalpine-Chef Herbert Eibensteiner. Wenn bedeutende Industriebetriebe Investitionen zunehmend in wettbewerbsfähigere Märkte verlagern, müsse das ein deutliches Signal für die Politik sein. Leistbare Energie sei eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Unternehmen, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Oberösterreich bleiben.

Günstige Energie sichert Arbeitsplätze und Investitionen

Für Martin Winkler ist klar: Oberösterreich braucht mehr Strom aus heimischer Produktion, um die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren und den langfristigen Preisdruck zu senken. Davon profitieren Industriebetriebe ebenso wie Haushalte, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Unternehmerinnen und Unternehmer.

Winkler appelliert an die designierte Wirtschaftslandesrätin Christiane Frauscher, die Energiepolitik neu auszurichten. Seine Hand zur Zusammenarbeit sei ausgestreckt. Die geplanten Windkraftverbotszonen müssten vom Tisch, weil sie ausgerechnet Regionen betreffen könnten, die besonders gute Voraussetzungen für die Windenergie mitbringen.

Windatlas zeigt neue Potenziale

Der österreichische Windatlas 2026, der laut Presseaussendung unter Beteiligung der Europäischen Weltraumorganisation ESA erstellt wurde, weist auf deutlich höhere Windkraftpotenziale hin als bisher angenommen. Besonders das südliche Traunviertel sowie das nördliche und nordöstliche Mühlviertel gelten demnach als vielversprechende Gebiete.

Gerade diese Flächen liegen jedoch überwiegend in den vorgesehenen Ausschlusszonen. Winkler kritisiert diesen Widerspruch deutlich: Wissenschaftliche Erkenntnisse sollten die Grundlage wirtschaftspolitischer Entscheidungen sein. Pauschale Verbote könnten wichtige Chancen für regionale Investitionen, neue Arbeitsplätze und eine sichere Energieversorgung verhindern.

Naturschutz und sorgfältige Genehmigungsverfahren bleiben dabei unverzichtbar. Ziel müsse jedoch eine ausgewogene Planung sein, die Natur- und Landschaftsschutz mit dem Ausbau erneuerbarer Energie verbindet.

Hybridkraftwerke als Chance für Oberösterreich

Besonders großes Potenzial sieht Winkler in Hybridkraftwerken. Diese kombinieren Windkraft, Photovoltaik und Speichertechnologien. Dadurch kann die bestehende Netzinfrastruktur besser genutzt und die Stromerzeugung über deutlich mehr Stunden im Jahr abgesichert werden als bei reinen Photovoltaikanlagen.

Hybridkraftwerke können einen wichtigen Beitrag zu einer stabileren Versorgung leisten. Sie stärken die regionale Energieunabhängigkeit, schaffen neue Investitionsmöglichkeiten und unterstützen Oberösterreich auf dem Weg zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen.

Die zentrale Botschaft lautet daher: Oberösterreich darf seine wirtschaftliche Zukunft nicht durch großflächige Verbotszonen einschränken. Stattdessen braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für erneuerbare Energie, Investitionen und einen starken Industriestandort.

Fotocredit: Klaus Schöngruber

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