Horner: Finanzministerin Fekter muss bei der Post Niedrigstlöhne abstellen!
Die Post bringt allen was, allerdings einigen ihrer MitarbeiterInnen aber ganz besonders wenig: Für Aushilfskräfte gibt es Hungerlöhne weit unter Kollektivvertrag, Bezahlung von Überstunden müssen sie einklagen. „Das ist für ein Unternehmen, das mehrheitlich dem Staat gehört, völlig inakzeptabel! Die Interessen der Aktionäre dürfen nicht wichtiger sein als die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Finanzministerin Maria Fekter muss als Eigentümervertreterin sicherstellen, dass derartige Praktiken umgehend abgestellt werden und dass es faire Einkommen für alle Postbediensteten gibt!“, fordert Oberösterreichs SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Horner.
Es sei inakzeptabel, wie ein Konzern wie die Post mit ihren MitarbeiterInnen umgehe. Da stecke ein völlig verfehltes Profitdenken dahinter. Auch Aushilfskräfte seien keine MitarbeiterInnen zweiter Klasse, ergänzte Horner.
Bei der Post sind Aushilfskräfte weit von 1000 Euro Mindestlohn entfernt und ohne Schutz durch einen Kollektivvertrag. Gerade einmal 821 Euro brutto bei 40 Wochenstunden gibt es für Urlaubsersatzkräfte. Davon bleiben netto nach Abzug der Sozialversicherung 696 Euro netto. Zum Vergleich: Im Handel gibt es einen Mindestlohn von 1300 Euro brutto. Für Postaushilfen gilt der Kollektivvertrag nicht, es gibt kein Urlaubs- und kein Weihnachtsgeld. Auch für große Zustellbezirke gibt es keine Überstundenbezahlung.
Eine Aushilfskraft in Niederösterreich musste die Bezahlung von 58 Überstunden mit Hilfe der Arbeiterkammer einklagen. Die Post lehnte die korrekte Bezahlung erst glattweg ab und zahlte erst, als ein Verhandlungstermin beim Arbeitsgericht angesetzt und eine Verurteilung zu erwarten war. „Wir wollen von der Post und Ministerin Fekter wissen, ob es auch in Oberösterreich solche Fälle gibt. Lohndumping darf es in einem Unternehmen, in dem der Staat entscheidend mitbestimmt, schon gar nicht geben. Die MitarbeiterInnen und die Gewerkschaft haben daher unsere volle Unterstützung beim Kampf gegen solche Methoden“, steht für Horner fest.