Mietpreis-Höhenflug schlägt voll auf Junge durch
Die jüngsten Daten der Statistik Austria zum Wohnen bestätigen die negative Entwicklung am Wohnungsmarkt in Oberösterreich: Die Nettomieten sind im Jahresvergleich 2014/2015 um durchschnittlich 3,8 Prozent gestiegen. „Oberösterreich liegt damit sogar über der hohen bundesweiten Mietpreissteigerung von durchschnittlich drei Prozent. Junge sind davon doppelt betroffen, weil sie meist weniger verdienen und auf Mietwohnungen angewiesen sind“, zeigt SP-Klubvorsitzender und Wohnbausprecher Christian Makor auf. Oberösterreich braucht daher dringend eine Bauoffensive für leistbares Wohnen.
Die nachteilige Entwicklung in Oberösterreich verwundert nicht, weil der Wohnbau in Oberösterreich seit 2010 wiederholt finanziell zusammengekürzt wurde. Im heurigen Budgetjahr 2016 hat das Wohnbaubudget sogar den Tiefststand von nur mehr 283,6 Millionen Euro erreicht. “Wenn zehntausende OberösterreicherInnen auf Wohnungssuche sind, dann braucht unser Land eine Wohnbauoffensive und kein radikales Kürzungsprogramm“, ist Makor überzeugt. Einen Ausweg aus der schwierigen Lage könnte die große Bundes-Wohnbauoffensive bieten, die derzeit vorbereitet wird. Makor fordert daher den zuständigen Wohnbaureferenten LH-Stv. Haimbuchner auf, alles zu unternehmen, um den Oberösterreich-Anteil an der Bundes-Wohnbauoffensive rechtzeitig zu sichern.
„Damit Wohnen für Junge nicht zum unerschwinglichen Luxus wird, muss Oberösterreich dringend gegensteuern. Die Errichtung von 1000 zusätzlichen gemeinnützigen Mietwohnungen über das laufende Wohnbauprogramm hinaus wäre ein notwendiger erster Schritt“, fordert Makor.