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Muttersprachliche Betreuungsangebote schaffen

17. November 2016

Muttersprachliche Betreuungsangebote schaffen

 Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband OÖ fordert Potentiale zu heben, die bislang liegen gelassen wurden.

Erstmals hat ein Antrag von oberösterreichischen Unternehmern die nach §25 Wirtschaftskammergesetz (WKG) notwendigen 200 Unterstützer-Hürde geschafft, um direkt im Wirtschaftsparlament der WKO Oberösterreich behandelt zu werden.

Sohin befassen sich die Mandatare der WKO am 22. November 2016 mit einem Antrag, der die Einführung von muttersprachlicher Beratung fordert. Der Antrag wird vom Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband unter Präsidentin Doris Margreiter und dem zuständigen Referatsleiter Kenan Linzer unterstützt: „Eine längst fällige Initiative, um die wirtschaftliche Schlagkraft unter den heimischen Unternehmen mit Migrationshintergrund zu steigern“ sagen beide.

Auch die SPÖ Landesparteivorsitzende Birgit Gerstorfer unterstützt die Initiative zur muttersprachlichen Beratung: „Wer den Schritt in die Selbstständigkeit geht, hat ohnehin alle Hände voll zu tun, um erfolgreich zu sein. Muttersprachliche Beratungsangebote und rasche Auskünfte helfen, Zeit und Energie zu sparen, die dann in die eigentlichen unternehmerischen Aufgaben fließen können.“

„Es geht hier nicht darum, dass wir Deutschkurse verneinen oder deren Bedeutung in Abrede stellen. Wer sich in Oberösterreich selbständig macht und dafür zugelassen wird, hat bereits eine Fülle an Maßnahmen getroffen, um als integriert zu gelten und einen vollwertigen Beitrag zum Wirtschaftsstandort und unserem gesellschaftlichen Zusammenleben zu leisten“ betont Margreiter. Verschiedene Studien beweisen aber deutlich, dass es vor allem sogenanntes „Amts-Deutsch“ oder beim Verständnis bürokratischer Mechanismen zahlreiche unsichtbare Kommunikationsbarrieren existieren, die mit einer optional beigezogenen Beratung in Muttersprache ausgeschaltet werden können“ so Margreiter weiter.

Linzer beklagt, dass „die heimischen Unternehmen ohnehin Druck von allen Seiten zu spüren bekommen. Viele Menschen, die sich in Österreich selbständig machen möchten, bringen nicht das nötige Grundwissen über das Funktionieren unseres Sozialstaates mit. Für viele sind Ämter aufgrund der persönlichen Geschichte negativ besetzte Orte. Hilfe wird eher im eigenen Netzwerk gesucht, als dass bei einer Hotline einer gesetzlichen Interessensvertretung, wie eben der WKO, angerufen wird. Daraus entsteht falsche Beratung und ein Kreislauf wird in Gang gesetzt. Wir wollen Menschen mit Migrationshintergrund dieses befremdliche Gefühl nehmen und der Integration einen Dienst erweisen, in dem wir in der WKO OÖ muttersprachliche Beratung fordern.“

In Oberösterreich alleine existieren ziemlich genau 2000 Betriebe, die von Menschen mit ausländischem Reisepass geführt werden. Die Zahl der Selbständigen mit Migrationshintergrund und österreichischer Staatsbürgerschaft ist noch viel größer. Diese Zielgruppe schafft reichlich Arbeitsplätze in unserem Bundesland und sie leistet – so wieder jeder andere Unternehmer auch –  WKO-Mitgliedsbeiträge.

„Wir fordern daher die WKO auf, hier eine entsprechende Initiative zu setzen. Diese soll dem Zweck gerecht werden, ohne dass dabei die Kosten aus dem Ruder laufen. Im Bereich des Exports wird auf sprachliche und kulturelle Barrieren hervorragend Bedacht genommen. Wenn also Unternehmen von Österreichern neue Märkte erschließen wollen, treffen sich auf eine breite Palette von deutschsprachigen Beratungsangeboten, im umgekehrten Fall gibt es Defizite, auch weil es in anderen Ländern kaum vergleichbare Einrichtungen wie die WKO gibt“ so Margreiter und Linzer abschließend einhellig.

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