Extremismus-Vortrag an Linzer Schule: Gerstorfer will Verlauf der politischen Intervention offenlegen
Der offensichtlich durch parteipolitische Interventionen herbeigeführte Abbruch eines Vortrages über Extremismus an einer Linzer Schule wurde heute von der SP-Landesparteivorsitzenden Birgit Gerstorfer in der Sitzung der Landesregierung zur Sprache gebracht.
In einer Anfrage nimmt Gerstorfer den Landeshauptmann als (nicht amtsführenden) Landesschulratspräsidenten in die Pflicht und verlangt eine genaue Dokumentation aller beim Landesschulrat getätigten Interventionen, die zum Abbruch des Expertenvortrages geführt haben. Die SP-Landesparteivorsitzende kündigt an, diese Dokumentation der Öffentlichkeit zugänglich machen zu wollen, da es sich hierbei um eine zutiefst demokratiepolitische Frage handelt.
Gleichzeitig greift Gerstorfer die Stellungnahme des Bildungslandesrates auf, wonach Parteipolitik in den Schulen keine Rolle spielen dürfe: „Grundsätzlich stimme ich zu, doch offensichtlich klaffen Praxis und Theorie auseinander. Denn gerade die Parteipolitik war es doch, die zum Abbruch des Vortrages geführt hat“, gibt Gerstorfer zu bedenken und will entsprechende Richtlinien und Erlässe des Landesschulrates und des Bildungsressorts des Landes Oberösterreich prüfen.