Linzer Modell für eine gerechte Öffi-Ermäßigung scheitert an VP/FP
Trotz Alterspension bekommen hunderte Oberösterreicherinnen zwischen 60 und 62 keine Ermäßigung für Seniorinnen im öffentlichen Verkehr (OÖVV). Nur Linz gewährt Pensionistinnen unter 62 Jahren auch die Halbpreis-Ermäßigung. Deshalb hat die SPÖ eine Landtagsinitiative gestartet, um das Linzer Modell auf ganz Oberösterreich auszuweiten. ÖVP und FPÖ haben das jedoch am 16. März im Verkehrsausschuss des Landtags abgelehnt. „Ein Tiefschlag für pensionierte Frauen. Denn die sind in unserem Land aufgrund der hohen Einkommensnachteile und sehr geringen Pensionen doppelt betroffen“, sagt SP-Landtagsabgeordneter Hans Karl Schaller.
Weil Frauen in der aktuellen Übergangszeit früher als Männer in Pension gehen, sind sie besonders vom ungerechten SeniorInnen-Ermäßigungssystem im Oberösterreichischen Verkehrsverbund betroffen. Abgestellt wird nämlich nicht auf den Pensionsantritt als Voraussetzung für die Halbpreis-Ermäßigung, sondern auf das Lebensalter von 62 Jahren. Am 1.1.2018 steigt diese Altersgrenze sogar auf 63 Jahre an. Wer heuer keine Ermäßigung bekommt, bleibt also im nächsten Jahr auch betroffen, weil die Altersgrenze für die Ermäßigung weiter angehoben wird.
Damit bleibt die Benachteiligung von Seniorinnen in Oberösterreich weiter einzementiert.“
Hans Karl Schaller
Die Linz-Linien haben einen Ausweg aus diesem vor allem für Frauen teuren Dilemma gefunden: Wer jünger als 62 ist, aber einen gültigen Pensionsbescheid (Alterspension) hat, bekommt die Ermäßigung trotzdem. „Die SPÖ tritt dafür ein, dieses gerechte Linzer Erfolgsmodell auf ganz Oberösterreich auszuweiten. Leider haben VP/FP heute mit zweifelhaften Argumenten gegen die Ausweitung des Linzer Modells gestimmt. Damit bleibt die Benachteiligung von Seniorinnen in Oberösterreich weiter einzementiert“, so Schaller.