SPÖ erhöht Druck für legales Mountainbiken
Gerade im Frühsommer freuen sich viele aktive Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ihre Freizeit in der freien Natur zu verbringen. Seit Jahren immer beliebter wird dabei das Mountainbiken. Viele wissen gar nicht, dass sie auf Forststraßen oder Traktorwegen illegal unterwegs sind. „Nur 4 Prozent des Forststraßennetzes dürfen legal von Mountainbikern befahren werden. Und nicht einmal für diese Strecken stellt das Land Routenpläne zur Verfügung“, kritisiert die 3. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer. Sie hat deshalb eine neuerliche Landtagsanfrage mit kritischen Fragen an Landesrat Max Hiegelsberger eingebracht, um zu klären, wieso beim Thema Mountainbiken in Oberösterreich nichts weitergeht.
Es könnte so einfach sein: Oberösterreich verfügt über ein Forststraßennetz von zirka 17.000 Kilometern Länge. Diese Verkehrsverbindungen sind für schwere Forstfahrzeuge ausgerichtet, folglich könnten Radfahrer dort die Natur aktiv erleben, ohne Wald und Wild negativ zu beeinflussen. Auch sachlich wäre es begründet, die Forststraßen zum Mountainbiken freizugeben, denn sie wurden mit massiver Unterstützung durch öffentliche Steuergelder errichtet. Die Vorteile für die sportbegeisterte Bevölkerung durch neue Freizeitoptionen und für den Tourismus durch neue Zielgruppen liegen auf der Hand.
Natürlich muss die Benützung der Forststraßen rücksichtsvoll erfolgen – doch dafür haben die Alpinverbände bereits Regeln erstellt, wie es diese etwa auch auf Skipisten gibt. „Sollte jemand noch Bedenken hinsichtlich der Wegehalterhaftung haben, so kann ich auch hier Entwarnung geben. Das Land Steiermark hat etwa mit einer eigenen Versicherungspolizze, die Wegehalter entlastet. Damit wurde eine Win-Win-Situation für Wegehalter und das Land geschaffen. Oberösterreich könnte dieses Angebot übernehmen. ÖVP und FPÖ haben einen entsprechenden SPÖ-Antrag für eine Wegehalter-Versicherung jedoch im Vorjahr abgelehnt“, informiert Weichsler-Hauer.
Für die Antwort auf die schriftliche Anfrage hat Landesrat Hiegelsberger bis Ende Juli Zeit.