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SPÖ fordert Beratungsstellen zu Kriminalität und Rechtsextremismus

Wie nicht nur die gerichtliche Verurteilung der Mitglieder des sogenannten „Objekt 21“ zeigt, ist Rechtsradikalismus unter Jugendlichen ein brennendes Thema in Oberösterreich. Für SPÖ-Sicherheitssprecher Hermann Krenn beweist der Fall ebenso, dass es zusätzlich zu den „ideologischen Verwirrungen“ einen weiteren Problempunkt gibt: „Keinesfalls gesellschaftlich außer Acht gelassen werden darf der Einstieg in die organisierte Kriminalität. Dieser wird von Rechtsextremismus begünstigt. Es ist daher notwendig in Beratungsstellen Hilfe für Personen, die mit Kriminalität oder Rechtsextremismus konfrontiert wurden, anzubieten. Die Gesellschaft ist in jeder Hinsicht besser dran in die Prävention zu investieren, als Jugendliche sehenden Auges in diese Milieus abrutschen zu lassen.“ Der SPÖ-Landtagsklub hatte bereits 2012 einen Initiativantrag für solche Beratungsstellen eingebracht, der von ÖVP und FPÖ abgelehnt wurde.

Verständlicherweise sind beispielsweise Eltern verunsichert, wenn ihnen Verdachtsmomente auffallen, ihr Kind könnte in rechtsextreme, beziehungsweise allgemein kriminelle Kreise abrutschen. Die Frage nach dem Warum stellt sich dabei wohl als erstes, es folgen Selbstzweifel, was man im persönlichen Umgang und bei der Erziehung hätte besser machen können und was man noch tun kann. „Die weitere Vorgehensweise von Eltern und sozialem Umfeld ist entscheidend. Kompetente Hilfestellungen zur Abklärung der weiteren Verhaltensweise gegenüber dem betroffenen Jugendlichen kann hier am besten eine leicht zugängliche, professionelle Beratungsstelle des Landes liefern. Diese sollen im Optimalfall an den Bezirkshauptmannschaften und Magistraten eingerichtet sein, um Regionalität zu sichern“, ist Krenn überzeugt.

Kriminalität insgesamt ist so wie Rechtsextremismus von steigender Arbeitslosigkeit, sozialer Unsicherheit und Zukunftssorgen begünstigt. Für Krenn darf daher die soziale Dimension dieser Probleme nicht einfach ausgeblendet bleiben: „Wenn wir gemeinsam mit jungen Menschen über eine gute Berufsausbildung und dementsprechende Arbeitsplatzangebote ein festes Fundament für ihre Zukunft bauen können, sind diese kaum für Rechtsextremismus oder Kriminalität empfänglich“.

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