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Arbeitsumfeld verbessern – JungärztInnen in Oberösterreich halten

3. März 2014

Arbeitsumfeld verbessern – JungärztInnen in Oberösterreich halten

Als zweifelsohne großen Schritt für die ÄrztInnenversorgung betrachtet SPÖ-Gesundheitssprecherin Dr.in Julia Röper-Kelmayr den unlängst erfolgten Parlamentsbeschluss der Linzer Medizinfakultät. Diese zusätzlichen Ausbildungsplätze alleine werden – wie ExpertInnen bestätigen – den ÄrztInnenbedarf im Bundesland nicht stillen können. „Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden ÄrztInnenmangels ist es natürlich positiv, wenn mit der Linzer Fakultät auch zusätzliche MedizinabsolventInnen auf den Arbeitsmarkt kommen. Damit ist der ÄrztInnennachwuchs allerdings noch nicht gesichert. Viele werden, wie auch heute schon, die attraktiven Stellenangebote etwa in Forschung und Pharmaindustrie vorziehen, anstatt als Arzt zu praktizieren. Es muss daher mit der Einrichtung der Medizinfakultät auch zu einer Verbesserung der ärztlichen Arbeitsbedingungen in unserem Land kommen“, fordert die Oberärztin Röper-Kelmayr.

„Es wird sinnvollerweise viel in eine neue Medizinfakultät in Linz investiert, doch darf keinesfalls vergessen werden, auch die notwendigen Ressourcen für das Halten der JungärztInnen im Bundesland aufzuwenden. Ohne entsprechende Anstrengungen sind die Mittel für die Fakultät nicht zielgerichtet genug angelegt“, gibt Röper-Kelmayr zu bedenken. Gerade für den niedergelassenen Bereich, wo sich der ÄrztInnenmangel am extremsten abzeichnet, gilt es praktikable Lösungen zu finden, damit ÄrztInnen Beruf und Familie unter einen Hut bringen können. Die faktisch notwendige rund um die Uhr Einsatzbereitschaft schreckt viele JungärztInnen davor ab, eine Stelle als Gemeindearzt anzunehmen.

Röper-Kelmayr verlangt den Umständen rasch ausreichend Rechnung zu tragen: „Es müssen, wie in der Medizin, die Ursachen und nicht die Symptome behandelt werden. Eine Attraktivierung des Arztberufes auf Basis des Arbeitszufriedenheitsindexes, der Abbau von unnötiger Bürokratie, der verstärkte Einsatz von IT-Lösungen, das Angebot von Betreuungsplätzen für Kinder von SpitalsärztInnen und Bereitschaftsdienstregelungen, die die Patienten optimal versorgen und zu einer geringeren Dauerbelastung führen, sind die entscheidenden Ansatzpunkte. Nur wenn das gelingt, kann dem ÄrztInnenmangel beigekommen werden!“

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