„Ein Leben für den humanitären Einsatz!“
Große Auszeichnung für die SPÖ-Nationalratsabgeordnete a.D. Inge Jäger aus Eferding: Sie wird heute im Linzer Landhaus mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.
Inge Jäger hat ihr Leben dem humanitären Einsatz, vor allem in entwicklungspolitischer Hinsicht, gewidmet.
„Für mich war Inge Jäger neben ihrer politischen Tätigkeit immer die Menschenrechtskämpferin. Nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten!“, würdigt die Zweite Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer die Preisträgerin.
Die zweifache Mutter gelangte über die Frauen- und Anti-Atombewegung zur Politik. Seit den 70er Jahren war sie mit viel Engagement weit über Parteigrenzen hinaus geachtet, in verschiedenen NGOs, in der Bildungsarbeit, der autonomen Frauenbewegung, der Psychiatriereformbewegung, der Anti-AKW-Bewegung und in der Solidaritätsarbeit für Lateinamerika tätig. Während ihrer Zeit als SPÖ-Nationalratsabgeordnete von 1995 bis 2002 war sie Entwicklungspolitik-Sprecherin und Vorsitzende der ARGE Entwicklungspolitik der SPÖ. Außerdem war sie von 1999 bis 2008 Vorsitzende von AWEPA (European Parliamentarians with Africa) der Sektion Österreich.Als Gründungsmitglied des ÖIE (Österreichischer Informationsdienst für Entwicklungspolitik), der später in Südwind Entwicklungspolitik umbenannt wurde, war sie zwischen 1984 und 1988 Vorsitzende, danach Geschäftsführerin beim ÖIE-OÖ und ist dort nach wie vor als Bundesvorsitzende aktiv. Gründungsmitglied ist Inge Jäger u.a. auch beim Verein „Aktionsgruppe für Internationale Solidarität“ sowie von BILY ((Familien-, Jugend- und Sexualberatungsstelle in Linz).
Neben der intensiven Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorgansiationen wie der Volkshilfe Flüchtlingsbetreuung und SOS Mitmensch zeichnete sich Inge Jäger durch ihren permanenten persönlichen Einsatz für Menschenrechte aus. So war es ihr ein Anliegen, eine bosnische Flüchtligsnfamilie bei sich zuhause aufzunehmen und über ein Jahr unentgeltich bei sich wohnen zu lassen. Zahlreiche Interventionen für Menschen mit Migrationshintergrund waren für sie ebenso selbstverständlich wie ihr Engagement gegen Ausländerfereindlichkeit und Intoleranz sowie die Unterstützung für die Menschen in Lateinamerika, insbesondere in Chile und Nicararagua.