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SPÖ-Aktion zum Internationalen Frauentag

„Denk‘ mal!“ Ein Maurer hat ganz schön zu heben und zu tragen. Eine Altenfachbetreuerin auch: Aber warum verdient er um 220 Euro mehr im Monat?“. Das ist eine der Aussagen, die auf zwei „laufenden Denkmälern “ prangte, die sich am 8. März mittags durch die Landstraße bewegten und damit große Aufmerksamkeit erregten. Die SPÖ-Frauen machten bei diesem Aktionstag gemeinsam mit der SPÖ Oberösterreich in allen Bezirken anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2012 auf das immer noch aktuelle Thema der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam. „Verstecken nützt nicht. Wir werden die unterschiedlichen Gehälter für gleichwertige Arbeit so lange aufzeigen, anprangern und mehr Lohngerechtigkeit einfordern, bis eine gleiche Bezahlung in frauentypischen und männerdominierten Berufen selbstverständlich ist“, erklärt Landesfrauenvorsitzende, NRin Sonja Ablinger.

„Es ist ungerecht, wenn eine Frau tagtäglich in einem Unternehmen gute Arbeit leistet und dann sowohl bei der Bewertung als auch bei der Bezahlung schlechter abschneidet als wir Männer. Deshalb zeige ich mich mit der Forderung der Frauen nach gerechter Entlohnung solidarisch und unterstütze sie“, betonte Landesparteivorsitzender Josef Ackerl beim Aktionstag der SPÖ Oberösterreich.

Immer mehr Frauen können von ihrem Gehalt nicht leben. Ein Grund dafür ist, dass viele Frauen Teilzeit arbeiten und der Stundenlohn bei Teilzeit niedriger ist als bei Vollbeschäftigung. Außerdem wirkt sich Teilzeit negativ auf die Pension aus. Ein weiterer Grund ist, dass Frauenarbeit, vorwiegend im Dienstleistungsbereich (Handel, Bildung, Pflege, sozialer Bereich…) geringer bewertet bzw. entlohnt wird! „Das heißt, die Arbeitsanforderungen sind auf Basis der Gleichwertigkeit mit typischen Männerberufen zu vergleichen“, fordert Ablinger.

Mit verschiedenen Aussagen auf den „Denkmälern“ wurden jeweils ein spezifischer Frauenberuf mit einem vergleichbaren, typischen Männerberuf in Zusammenhang gebracht und die traditionell schlechte Bewertung und Entlohnung von so genannten Frauentätigkeiten aufgezeigt. Zwei weitere Beispiele lauteten: „Ein Maler muss ziemlich viel stehen bei der Arbeit. Eine Verkäuferin auch. Warum verdient sie um 200 Euro weniger?“ „Ein geschickter Mechaniker ist für jeden Betrieb ein Gewinn. Eine geschickte Friseurin auch. Warum verdient sie um 700 Euro weniger?“

Die Aktion erregte viel Aufmerksamkeit und erntete in erster Linie Zustimmung zu den Botschaften.  SPÖ-Frauen und Männer, die die „laufenden Denkmäler“ begleiteten, verteilten Flugblätter. Es ergaben sich zahlreiche interessante Gespräche mit weiblichen, aber auch mit männlichen Passantinnen und Passanten.

Fraueneinkommen im Bezirk Linz an zweiter Stelle

Linz beträgt die Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern 40,8 Prozent. Frauen verdienen in Linz durchschnittlich 1.541 Euro brutto im Monat (= Medianwert; d.h. je 50% verdienen über und 50% unter diesem Wert; inkl. Teilzeitbeschäftigte) „Mit einem Bruttoeinkommen von Summe 1.541 Euro liegt das Fraueneinkommen bei uns im Vergleich der oö. Bezirke an zweiter Stelle“, so die Landesfrauenvorsitzende.

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