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Fall St. Wolfgang: Verantwortung auf Beamte abgeschoben

3. März 2016

Fall St. Wolfgang: Verantwortung auf Beamte abgeschoben

Eine Lanze für die Gemeindebediensteten bricht Landtagsabgeordneter und SP-Sprecher für den öffentlichen Dienst, Hermann Krenn, in der Causa St. Wolfgang: „Wenn ÖVP-Altbürgermeister Wolfgang Peinsteiner seine Verantwortung einfach auf die Gemeindemitarbeiter abschiebt, kann es sich höchstens um Schutzbehauptungen handeln. Als Bürgermeister war und bleibt er Baubehörde 1. Instanz im Zeitraum der Verfehlungen. Einem sorgfältig arbeitenden und in der Öffentlichkeit aktiven Bürgermeister können 974 ungenehmigte Baustellen unmöglich entgangen sein. Alleine auf seinen täglichen Wegen in der Gemeinde müsste ihm das eine oder andere Neuerrichtete aufgefallen sein.“

Da der Bürgermeister die Baubehörde 1. Instanz ist, ist ein simples „Abputzen“ an den Gemeindebediensteten für Krenn nicht argumentierbar. Noch dazu ist St. Wolfgang mit 2.800 Einwohnern nicht so groß, dass ein Bürgermeister selbst nichts mitbekommt, wenn eine Baustelle eröffnet wird oder ein Bauwerk in Fertigstellung ist.

Die Aufklärung muss in alle Richtungen gehen und darf den Altbürgermeister keinesfalls aussparen.“

Hermann Krenn

„Natürlich kann es auch beim öffentlichen Dienst zu Fehlern kommen. Die Aufklärung muss in alle Richtungen gehen und darf den Altbürgermeister keinesfalls aussparen. Die massiven Überstunden und der jahrelang nicht konsumierte Urlaub des Bauamtsleiters waren definitiv Alarmsignale. In einer Gemeinde dieser Größe dringt im Regelfall auch so etwas bis zum Bürgermeister durch, der ja auch Dienstvorgesetzter ist“, so Krenn.

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