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Gerstorfer: „Sollten über alles reden, was die Arbeitslosigkeit senken kann“

21. Dezember 2016

Gerstorfer: „Sollten über alles reden, was die Arbeitslosigkeit senken kann“

Dass Sozial- und Arbeitsminister Alois Stöger für seinen Vorschlag, die Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf 36 Stunden zu verkürzen, heftige Kritik von ÖVP und Neos einstecken musste, ist für Oberösterreichs SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer unverständlich. „Wir sollten zunächst einmal sachlich über alles diskutieren, was helfen könnte, die Arbeitslosigkeit zu senken. Es geht hier um gute Lösungen für die arbeitenden Menschen in unserem Land. Politisches Hickhack und das strikte Ablehnen, darüber reden zu wollen, haben da nichts verloren.“

Stöger könne sich schließlich auch vorstellen, einen 12-Stunden-Arbeitstag zu akzeptieren – bei einer 36-Stunden-Arbeitswoche und vollem Lohnausgleich. Gerstorfer verweist in Sachen Arbeitszeit auf namhafte Soziologen wie den Wiener Uni-Professor Jörg Flecker, der schon länger darauf drängt, die Arbeitszeit zu verkürzen. Gerstorfer: „Tatsache ist: Man kann das nicht alleine in einem Land machen, das muss schon auf europäischer Ebene koordiniert werden. Frankreich hat bereits positive Erfahrungen gemacht. Und auch die schwedische Stadt Göteborg hat versucht, eine 30-Stunden-Woche einzuführen.“

Damit würde es Frauen leichter gelingen auf eine Vollzeitbeschäftigung zu wechseln.“

Birgit Gerstorfer

In der Diskussion um die Verkürzung der Arbeitszeit geht es aber längst nicht nur um Jobs. Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit würde etwa laut Beate Littig vom Institut für Höhere Studien das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern reduzieren. Die Soziologin spricht in diesem Zusammenhang von der Notwendigkeit einer „neuen Normalarbeitszeit.“

„Ganz klar, damit würde es Frauen leichter gelingen auf eine Vollzeitbeschäftigung zu wechseln, während Männer wiederum mehr Zeit hätten, um ihren Teil zum Haushalt und der Kinderbetreuung beizutragen“, sagt Gerstorfer.

 

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