Rechtenkongress in Aistersheim ist eine Schande für unser Bundesland
SPOÖ-Vorsitzende Birgit Gerstorfer übt scharfe Kritik am rechten Kongress in Aistersheim: „Referierende, die sich im Dunstkreis rechtsextremer Ideologie bewegen und keine Scheu davor haben, an Holocaustleugnung, Islamophobie oder neofaschistischem Gedankengut, wie jenem des Russen Alexander Dugin anzustreifen, haben in Oberösterreich nichts verloren. Unsere historische Verantwortung wird mit Füßen getreten, wenn sich im Herzen unseres Bundeslandes massenweise Vertreter der deutschsprachigen Rechten versammeln. Das ist eine Schande für Oberösterreich. Dass unter den anwesenden internationalen Rechtsaußen-Politikern und Burschenschaftern auch ein namhafter FPÖ-Vertreter anwesend ist, zeigt, wie unwillig diese Partei ist, sich glaubhaft von rechtsextremem Gedankengut zu distanzieren.“
Die SP-Chefin sieht Landeshauptmann Stelzer in der Pflicht, sich gegenüber der Rolle seines Koalitionspartners bei dieser Veranstaltung zu äußern. „Es kann nicht sein, dass keinerlei kritische Worte von Seiten des Landeshauptmannes kommen. Arbeitsübereinkommen hin oder her: Mit seinem eiskalten Schweigen wird er zum Steigbügelhalter für die rechte Ideologie, an der sein Koalitionspartner regelmäßig anstreift“, so Gerstorfer.
Ihre Unterstützung spricht Birgit Gerstorfer gegenüber dem Bündnis „Linz gegen rechts“ aus: „Ich unterstütze den friedlichen Protest gegen diese Veranstaltung, wie er durch das Bündnis ‚Linz gegen rechts‘ heute ausgeübt wird, voll und ganz. Es ist wichtig, richtig und notwendig, laut und maßvoll Kritik am rechten Kongress und den anwesenden rechten und rechtsextremen Ideologieträgern zu üben.“