Historischer Höchststand beim Frauenbudget – Ein starkes Signal für Sicherheit
Das von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner verhandelte Frauenbudget erreicht 2027 und 2028 mit jeweils über 55 Millionen Euro einen neuen Rekordwert. Landesrat Martin Winkler und die SPÖ Oberösterreich stellen sich klar hinter diese Entscheidung und betonen die Bedeutung dieser Investition. Gerade angesichts der weiterhin hohen Gewaltzahlen gegen Frauen und Männer sei dies ein notwendiges Signal. „Frauenpolitik bedeutet Schutz, Sicherheit und Gerechtigkeit für Frauen und Männer. Wer Frauenhäuser, Gewaltschutzzentren, Beratungsstellen sowie Präventionsarbeit stärkt, schützt konkret Leben“, so Winkler.
Die aktuellen Zahlen sind alarmierend: Bis Mitte Juni 2026 wurden österreichweit bereits 14 Morde an Frauen und 34 Fälle schwerer Gewalt gegen Frauen dokumentiert – fast so viele wie im gesamten Vorjahr. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit, in Schutz und Prävention zu investieren.
Oberösterreich: Mehr Mittel für Beratungsstellen und Gewaltschutz
Auch in Oberösterreich zeigt sich der Handlungsbedarf deutlich. Im Jahr 2025 wurden 2.429 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen, in 315 Fällen wurden diese Schutzmaßnahmen missachtet. Damit liegt Oberösterreich österreichweit an zweiter Stelle hinter Wien. Der Großteil der zusätzlichen Mittel fließt in Frauen- und Mädchenberatungsstellen, die jährlich rund 200.000 Beratungen für Frauen und Männer anbieten.
Die 15a-Vereinbarung wird verlängert und sichert 3 Millionen Euro für Frauenhäuser und Schutzunterkünfte. Gewaltschutzzentren erhalten 1,75 Millionen Euro, Gewaltambulanzen 1 Million Euro. In Oberösterreich stehen fünf Gewaltschutzzentren sowie Frauenhäuser und Beratungsstellen in allen Bezirken zur Verfügung. Rund 78 Prozent der betreuten Personen sind Frauen, aber auch Männer profitieren von den Angeboten.
Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt: Gemeinsam für mehr Sicherheit
Die SP-Landesfrauenvorsitzende Renate Heitz begrüßt zudem den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt. Sie betont, dass Gewaltschutz alle Lebensbereiche betrifft und nur durch gemeinsames Handeln von Frauen und Männern wirksam umgesetzt werden kann. Das Rekord-Frauenbudget ist daher kein Luxus, sondern eine Investition in Schutz und Selbstbestimmung für alle Betroffenen.