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Kritik an Rektorenwahl: Winkler stellt sich gegen Stelzers Wunschkandidaten

22. Juni 2026

Kritik an Rektorenwahl: Winkler stellt sich gegen Stelzers Wunschkandidaten

Widerstand gegen umstrittene Personalentscheidung

Die geplante Wiederbestellung von Martin Rummel als Rektor der Anton Bruckner Privatuniversität sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. SP-Landesrat Martin Winkler kündigt an, in der Landesregierung gegen den von Landeshauptmann Thomas Stelzer favorisierten Kandidaten zu stimmen. Winkler spricht von einer „Tragödie in mehreren Akten“ und verweist auf zahlreiche Vorwürfe gegen Rummel sowie auf fehlende Anerkennung innerhalb der Universität. Besonders kritisch sieht Winkler, dass die Entscheidung gegen die klare Empfehlung des Universitätssenats getroffen wurde. Für ihn ist das ein Zeichen von Machtpolitik, die auf Kosten einer der wichtigsten Kulturinstitutionen des Landes betrieben wird.

Bedeutung von Vertrauen und Autonomie für die Universität

Winkler betont, dass es bei der Anton Bruckner Privatuniversität nicht um irgendeine Verwaltungsstelle gehe, sondern um eine international renommierte Kunstuniversität. Für den Erfolg einer solchen Institution seien Vertrauen, Anerkennung und ein gutes Arbeitsklima zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Lehrenden und Studierenden unerlässlich. Die klare Ablehnung des Kandidaten durch die Hochschulgemeinschaft dürfe von der Politik nicht ignoriert werden. Besonders schwer wiegt für Winkler, dass der Universitätssenat, der die Bedürfnisse der Universität am besten kennt, sich deutlich gegen die Personalentscheidung ausgesprochen hat. Die Autonomie der Universität müsse respektiert werden, und politische Einflussnahme dürfe nicht über die Empfehlungen der universitären Gremien hinweggehen.

Klare Forderung an die Landespolitik

Winkler fordert von Landeshauptmann Stelzer eine transparente Erklärung der Beweggründe für die umstrittene Entscheidung. Die Landespolitik müsse die Bruckner Universität stärken und nicht beschädigen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrende und Studierende bräuchten eine Leitung, die Vertrauen schafft. Die aktuelle Vorgehensweise sende das falsche Signal für die Zukunft der Universität. Winkler macht deutlich, dass eine Politik, die Warnsignale ignoriert und Personalentscheidungen parteipolitisch motiviert durchsetzt, nicht unterstützt werden könne. Abschließend fordert er die ÖVP Oberösterreich auf, bei Postenbesetzungen Zurückhaltung zu üben und nicht jede Institution parteipolitisch zu vereinnahmen.

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