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Google-Rechenzentrum: Oberösterreich braucht sichere Energie für Zukunftschancen

10. Juli 2026

Google-Rechenzentrum: Oberösterreich braucht sichere Energie für Zukunftschancen

Wirtschaftlicher Aufschwung durch Google-Ansiedlung

Die geplante Erweiterung des Google-Rechenzentrums in Kronstorf sorgt für Aufbruchstimmung in Oberösterreich. Landesrat Martin Winkler, Vorsitzender der SPÖ Oberösterreich, sieht in dem Milliardenprojekt eine große Chance für die Region. Es könnten Hunderte direkte und Tausende indirekte Arbeitsplätze für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entstehen, zudem lockt das Projekt weitere Unternehmen nach Oberösterreich. „Dass sich ein Weltkonzern wie Google für unser Bundesland entscheidet, bringt enorme Wertschöpfung und einen kräftigen Schub für den Wirtschaftsstandort“, betont Winkler.

Energieversorgung als Schlüssel für nachhaltigen Erfolg

Mit dem wirtschaftlichen Potenzial gehen jedoch auch große Herausforderungen einher. Der geplante Campus benötigt im Vollausbau eine Anschlussleistung von bis zu 500 Megawatt – eine Größenordnung, die eine vorausschauende Energiepolitik erfordert. Winkler fordert die Landesregierung auf, den Ausbau erneuerbarer Kraftwerke und leistungsfähiger Speicher massiv voranzutreiben. Dazu gehören insbesondere Hybridkraftwerke, die Wind- und Sonnenenergie intelligent mit Speichern verbinden, sowie der Bau eines weiteren Pumpspeicherkraftwerks.

Winkler betont, dass die Stromversorgung und die Energiepreise für die oberösterreichischen Haushalte und Betriebe nicht durch das Großprojekt beeinträchtigt werden dürfen. „Wer ein Projekt in dieser Dimension begrüßt, muss auch beantworten, woher der notwendige Strom kommen soll“, so Winkler.

Abwärme sinnvoll nutzen und Infrastruktur mitentwickeln

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nutzung der beim Betrieb des Rechenzentrums entstehenden Abwärme. Winkler fordert, diese Energie nicht nur am Campus selbst, sondern auch in regionale Nah- und Fernwärmenetze einzuspeisen. So könnten Wohnungen, Schulen, öffentliche Einrichtungen und Betriebe von der entstehenden Wärme profitieren – ein Gewinn für Wirtschaft und Klimaschutz.

Damit das Google-Projekt zu einem echten Zukunftsmodell für Oberösterreich wird, braucht es laut Winkler einen klaren Plan für die Energie-, Verkehrs- und Ausbildungsinfrastruktur. „Jetzt ist es entscheidend, dass nicht nur ein Weltkonzern, sondern auch die Menschen in der Region von diesem Projekt profitieren. Moderne Wirtschaftspolitik bedeutet, neue Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig eine sichere, leistbare und nachhaltige Energieversorgung zu garantieren“, so Winkler abschließend.

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