Altreifen-Skandal Ohlsdorf: Feuerwehr und Jugend dürfen nicht für politische Fehler haften
59.000 Tonnen Risiko – Einsatzkräfte und Umwelt in Gefahr
In Ohlsdorf lagern noch immer rund 59.000 Tonnen Altreifen, obwohl bereits vor 15 Jahren ein Räumungsbescheid erlassen wurde. Statt einer vollständigen Entfernung sollen die Reifen nun einfach zugeschüttet werden. Für SPÖ-Oberösterreich Feuerwehr- und Jugendsprecher Mario Haas ist das keine Lösung, sondern ein Eingraben des Problems. Die Freiwilligen Feuerwehren und kommende Generationen dürfen nicht die Folgen politischen Versagens tragen. Haas erinnert an den Großbrand im Jahr 2000, bei dem elf Feuerwehren mit 182 Einsatzkräften und 31 Fahrzeugen im Einsatz waren. Die Gefahr eines verdeckten Schwelbrandes bleibt real: Pyrolyseöle könnten ins Grundwasser gelangen, im Brandfall wären hoch belasteter Rauch und kontaminiertes Löschwasser zu erwarten. Ein Schwelbrand im Inneren wäre nur äußerst schwer zu löschen.
Verantwortung für Feuerwehr und Jugend statt Dauerlast
Haas betont, dass verantwortungsvolle Politik alles tun muss, um vermeidbare Katastropheneinsätze zu verhindern. „Unsere Kameradinnen und Kameraden dürfen nicht den Kopf dafür hinhalten, dass ein rechtskräftiger Bescheid seit 15 Jahren nicht umgesetzt wurde“, so Haas. Besonders kritisch sieht er, dass die Last auf junge Menschen abgewälzt wird. In der Feuerwehrjugend lernen Mädchen und Buben, Verantwortung zu übernehmen und Gefahren frühzeitig zu erkennen. Genau das müsse auch die Politik tun. Haas fordert daher die vollständige Räumung der Altreifen: „Private Gewinne dürfen nicht in ein öffentliches Brand- und Umweltrisiko verwandelt werden. Echte Vorsorge bedeutet, die Gefahr zu beseitigen, bevor die Sirenen heulen – nicht, sie unter der Erde vor der nächsten Generation zu verstecken.“