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Wohnbaumillionen nutzen: Mehr leistbare Wohnungen und Arbeitsplätze für Oberösterreich

21. Juli 2026

Wohnbaumillionen nutzen: Mehr leistbare Wohnungen und Arbeitsplätze für Oberösterreich

Baukrise verschärft Wohnungsnot und Auftragsmangel

Die aktuelle Bauprognose für Oberösterreich zeichnet ein alarmierendes Bild: Seit 2021 sind die Wohnungsfertigstellungen um 31,5 Prozent zurückgegangen – das bedeutet über 4.000 Wohnungen weniger in nur drei Jahren. Besonders betroffen ist der gemeinnützige Wohnbau im Mehrparteiensegment, wo die Zahl der Baubewilligungen weiterhin niedrig bleibt. Landesrat und SPÖ-Oberösterreich-Vorsitzender Martin Winkler kritisiert, dass die Landesregierung die Krise nicht entschlossen genug bekämpft. „Wenn die Baubranche am Tiefpunkt ist, die Betriebe Aufträge brauchen und gleichzeitig leistbare Wohnungen fehlen, muss ein Wohnbaureferent handeln und bauen“, fordert Winkler.

Wohnbaumillionen abrufen und Beschäftigung sichern

Der Bund stellt mit der Wohnbaumilliarde eine Milliarde Euro für die Länder bereit, davon sind mehr als 169 Millionen Euro für Oberösterreich reserviert. Bislang wurden jedoch nur rund zehn Millionen Euro genutzt, während viele Millionen ungenutzt blieben. Dank des Einsatzes von Martin Winkler stehen nun wieder rund 130 Millionen Euro für den Wohnbau bereit. Mit 84,4 Millionen Euro könnten etwa 980 zusätzliche leistbare Wohnungen errichtet und rund 4.200 Arbeitsplätze geschaffen werden. Vertreterinnen und Vertreter der Bauwirtschaft und der Wohnbauträger bestätigen, dass zusätzliche Projekte rasch umgesetzt werden könnten.

Winkler fordert die Landesregierung auf, die vorhandenen Mittel endlich abzurufen und konkrete Bauprogramme vorzulegen. „Wer baut, senkt den Druck auf die Mieten und schafft sichere Arbeitsplätze. An jedem Wohnbauprojekt hängen Aufträge für Bauunternehmen, Installateurinnen und Installateure, Elektrikerinnen und Elektriker, Zimmerer und Zimmerinnen, Tischler und Tischlerinnen, Planungsbüros sowie zahlreiche regionale Zulieferbetriebe“, so Winkler. Wer die Wohnbaumillionen nicht nutzt, schadet sowohl den Menschen auf Wohnungssuche als auch den Betrieben.

Von "Arbeit" zu "Wohnen"

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