Google-Rechenzentrum: Winkler fordert Hybridkraftwerke für nachhaltige Digitalisierung
Digitalisierung braucht regionale Energie
Das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf wird als bedeutender Impuls für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich gesehen. Für SPÖ-Oberösterreich-Chef Martin Winkler reicht es jedoch nicht, sich nur über die Ansiedlung zu freuen. Er fordert, dass die Landesregierung auch bei der Energieversorgung neue Wege geht. Ein Rechenzentrum mit bis zu 150 Megawatt Anschlussleistung könne nicht einfach ans Netz gehängt werden, ohne die Herkunft des Stroms zu sichern. Winkler betont, dass ein möglichst großer Teil des zusätzlichen Energiebedarfs sauber und regional in Oberösterreich erzeugt werden müsse.
Hybridkraftwerke als Schlüssel zur Energiewende
Winkler verweist auf ein Beispiel aus Deutschland, wo ein Rechenzentrum der Schwarz-Gruppe in Dummerstorf mit 240 Megawatt Leistung entsteht und als dauerhafter Großabnehmer für regional erzeugte Windenergie dient. Für Oberösterreich schlägt er vor, noch einen Schritt weiterzugehen: Windkraft, Sonnenenergie und Batteriespeicher sollen in Hybridkraftwerken intelligent kombiniert werden, um über das Jahr hinweg einen erheblichen Teil des Strombedarfs aus heimischer Erzeugung zu decken. Die aktuelle Energiepolitik der Landesregierung sieht er kritisch, da großflächige Windkraft-Ausschlusszonen und reduzierte Beschleunigungsflächen den Ausbau erneuerbarer Energien bremsen. Winkler fordert Investitionen in Energie, Speicher und Netze, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Oberösterreich zu sichern. Nur so könne Oberösterreich auch bei der Energie von der Digitalisierung profitieren.