Lehre als Karrierechance: Warum Ausbildung und MINT-Berufe für Jugendliche und Eltern wichtiger denn je sind
Die Lehre neu denken: Gleichwertig und attraktiv
Die Lehre ist keine zweite Wahl – sie ist für viele Jugendliche die beste Zukunftschance. Das betont Martin Winkler, Landesrat und Vorsitzender der SPÖ Oberösterreich, bei der Berufsinfomesse „Jugend & Beruf“ in Wels. Winkler fordert, dass die Lehre wieder als gleichwertiger und attraktiver Bildungsweg gesehen wird. Besonders technische, handwerkliche und MINT-Berufe bieten jungen Menschen ausgezeichnete Perspektiven. „Wir müssen weg von der Vorstellung, dass Erfolg nur über eine höhere Schule und ein Studium führt. Eine gute Lehre kann der Beginn einer großartigen Karriere sein“, so Winkler.
Talente entdecken und fördern: Eltern als Wegbegleiter
Winkler richtet sich besonders an Elternteile mit Kindern am Ende der Unterstufe. Oft wird viel Geld in Nachhilfe investiert, wenn Jugendliche in der Schule kämpfen. Doch mindestens genauso wichtig ist die Frage: Wo liegen die Talente meines Kindes? Was macht es gerne? Welche Berufe passen zu seinen Stärken? Die Entscheidung für den richtigen Berufsweg wird in den kommenden Jahren noch wichtiger, denn die Babyboomer-Generation geht in Pension und qualifizierte Fachkräfte werden dringend gebraucht. „Wer heute eine gute Lehre beginnt, wird morgen gebraucht. Das ist eine große Chance für junge Menschen“, betont Winkler.
MINT-Berufe: Zukunftssicher und gefragt
Besonders großes Potenzial sieht Winkler in MINT-Berufen. Technik, Elektronik, Energie und Handwerk werden auch in einer Arbeitswelt, die zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägt ist, gebraucht. „KI wird viele Berufe verändern. Aber Maschinen müssen gebaut, Anlagen montiert, Stromnetze gewartet und technische Systeme repariert werden. Praktisches Können, technisches Verständnis und handwerkliche Fähigkeiten bleiben auch in Zukunft enorm gefragt“, erklärt Winkler. Sein Appell an Eltern: „Geht mit euren Kindern in die Betriebe, schaut euch Berufe an, probiert Dinge aus und sprecht mit Lehrlingen und Lehrlingen. Helft euren Kindern, den Weg zu finden, auf dem sie ihre Talente am besten einsetzen können.“
Fotocredit: Sarah Haim