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Lehrausbildung stärken, Fachkräfte sichern

20. Oktober 2026

Lehrausbildung stärken, Fachkräfte sichern

Oberösterreich braucht gut ausgebildete Fachkräfte, damit Betriebe wachsen, Arbeitsplätze gesichert werden und der Wirtschaftsstandort langfristig stark bleibt. Gleichzeitig stehen viele Jugendliche vor der Herausforderung, eine Lehrstelle zu finden, die zu ihren Interessen, Fähigkeiten und Lebensumständen passt.

Ende September waren laut Arbeitsmarktservice 1.161 sofort verfügbare Lehrstellensuchende gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig gab es 1.707 sofort verfügbare offene Lehrstellen. Diese Zahlen zeigen: Offene Stellen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, dass Jugendliche und Ausbildungsbetriebe tatsächlich zusammenfinden.

Lehrstellen und Jugendliche besser zusammenbringen

Für SPÖ-OÖ-Landesparteivorsitzenden Landesrat Martin Winkler ist die Lehrausbildung eine zentrale Zukunftsfrage. Ausbildungsbetriebe benötigen die Fachkräfte von morgen. Jugendliche brauchen hingegen eine qualitätsvolle Ausbildung, faire Chancen und eine verlässliche berufliche Perspektive.

Deshalb schlägt die SPÖ Oberösterreich einen oberösterreichweiten Lehrstellen- und Fachkräftedialog vor. Vertreterinnen und Vertreter von Ausbildungsbetrieben, Schulen, dem Arbeitsmarktservice, Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern sowie Jugendlichen sollen gemeinsam konkrete Verbesserungen erarbeiten.

Ziel ist es, Hürden beim Einstieg in die Lehrausbildung zu erkennen und wirksam abzubauen. Dabei soll nicht nur über den Fachkräftemangel gesprochen, sondern an praktikablen Lösungen gearbeitet werden.

Drei Schwerpunkte für bessere Ausbildungschancen

Der geplante Dialog soll sich auf drei zentrale Bereiche konzentrieren.

Erstens sollen Jugendliche Berufe früher und praxisnäher kennenlernen. Direkte Kontakte zu Ausbildungsbetrieben, Schnuppertage und eine verstärkte Berufsorientierung können dabei helfen, Interessen frühzeitig zu entdecken und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Zweitens soll die Vermittlung von Lehrstellen in den Regionen verbessert werden. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, dem Arbeitsmarktservice und Unternehmen kann Jugendliche gezielter bei der Lehrstellensuche unterstützen. Gleichzeitig lassen sich regionale Ausbildungsangebote sichtbarer machen.

Drittens braucht es bessere Rahmenbedingungen für Betriebe, die ausbilden wollen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen benötigen Unterstützung, um Lehrlinge auszubilden. Gemeinsame Ausbildungsmodelle können eine Möglichkeit sein, Ausbildung auch dort zu ermöglichen, wo einzelne Betriebe nicht alle Ausbildungsinhalte selbst abdecken können.

Ausbildung schafft Perspektiven für Oberösterreich

Nicht jede offene Lehrstelle passt automatisch zum Berufswunsch, Wohnort oder zu den Voraussetzungen eines Jugendlichen. Genau deshalb braucht es einen genaueren Blick auf die Ursachen, warum Angebot und Nachfrage am Lehrstellenmarkt nicht immer zusammenpassen.

Eine starke Lehrausbildung schafft Chancen für junge Menschen und sichert den Fachkräftebedarf der Betriebe. Sie ist damit ein wesentlicher Baustein für gute Arbeitsplätze, wirtschaftliche Stabilität und eine erfolgreiche Zukunft in Oberösterreich.

Wer die Fachkräfte von morgen sichern will, muss Jugendlichen heute konkrete Perspektiven eröffnen. Der vorgeschlagene Lehrstellen- und Fachkräftedialog soll dafür die relevanten Akteurinnen und Akteure zusammenbringen und den Weg für gemeinsame Lösungen ebnen.

Fotocredit: Sarah Haim

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