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Aufschwung aktiv gestalten: Oberösterreich braucht jetzt Investitionen

5. November 2026

Aufschwung aktiv gestalten: Oberösterreich braucht jetzt Investitionen

Die oberösterreichische Industrie blickt wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Das aktuelle Konjunkturbarometer der Industriellenvereinigung Oberösterreich zeigt bessere Erwartungen für die kommenden Monate. Auch beim Beschäftigtenstand zeichnet sich nach mehr als dreieinhalb Jahren erstmals eine Stabilisierung ab.

Für SPÖ-OÖ-Chef und Landesrat Martin Winkler ist das ein wichtiges Signal, aber noch kein Grund zur Entwarnung. Er sieht darin ein Zeitfenster, das Oberösterreich nun entschlossen nutzen müsse.

Vorsichtige Erholung braucht konkrete Maßnahmen

Die bessere Stimmung in der Industrie kann ein erster Schritt aus der wirtschaftlichen Unsicherheit sein. Gleichzeitig bleiben viele Betriebe unter Druck: Hohe Energiepreise, steigende Personalkosten und belastende Standortkosten beeinträchtigen weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit.

Martin Winkler fordert daher eine aktive Wirtschaftspolitik, die nicht auf eine Erholung der internationalen Konjunktur wartet. Stattdessen müsse Oberösterreich selbst die Voraussetzungen schaffen, damit Unternehmen wieder investieren, neue Aufträge erhalten und Arbeitsplätze sichern können.

Im Mittelpunkt stehen dabei leistbare Energie für Betriebe, Investitionen in erneuerbare Energien und leistungsfähige Netze sowie eine Stärkung der regionalen Wirtschaft.

Energie, Wohnbau und Gemeinden als Jobmotor

Aus Sicht der SPÖ Oberösterreich liegen entscheidende wirtschaftliche Hebel direkt im Land. Eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energie könne nicht nur die Stromkosten langfristig senken, sondern auch Aufträge für heimische Unternehmen schaffen.

Zusätzlich soll eine Wohnbauoffensive die Bauwirtschaft beleben und dringend benötigten Wohnraum ermöglichen. Davon profitieren Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter, Handwerkerinnen und Handwerker, Zulieferbetriebe sowie viele weitere regionale Unternehmen.

Ebenso wichtig ist eine bessere finanzielle Ausstattung von Städten und Gemeinden. Sie investieren in Schulen, Kinderbetreuung, Infrastruktur, öffentliche Gebäude und regionale Projekte. Wenn Gemeinden ausreichend Handlungsspielraum haben, können sie gezielt Aufträge vergeben und damit Arbeitsplätze vor Ort sichern.

Winkler sieht in den Bereichen Energie, Wohnbau und Gemeinden das Potenzial für bis zu 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Oberösterreich.

Jetzt den wirtschaftlichen Spielraum nutzen

Die aktuellen Signale aus der Industrie geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Damit daraus ein nachhaltiger Aufschwung wird, braucht es jedoch politische Entscheidungen und gezielte Investitionen.

Oberösterreich kann jetzt wichtige Impulse setzen: durch günstigere Energie, den Ausbau erneuerbarer Energien, mehr leistbaren Wohnraum und handlungsfähige Gemeinden. So können aus besseren Erwartungen konkrete Investitionen, zusätzliche Aufträge und sichere Beschäftigung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entstehen.

Der entscheidende Punkt ist, den begonnenen Aufwärtstrend nicht nur abzuwarten, sondern ihn aktiv zu gestalten.

Fotocredit: Antje Wolm

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